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u4energy Klasse 8a informiert über CO2-Emissionen auf Ahrensburger Wochenmarkt und besucht Bürgermeister
In dem Fach Weltkunde beschäftigte sich die Klasse 8a der SLG Ahrensburg unter der Leitung ihres Fachlehrers Dr. Karsten Jonas mit der Frage, wie viel CO2 ihre Schule eigentlich jedes Jahr produziert. Dazu wurden Strom- und Gasrechnungen ausgewertet, Schulwege und Transportmittel untersucht und Einsparmöglichkeiten gesucht.
Die verschiedenen Gruppen-Ergebnisse wurden online auf Google Apps in einer geschlossenen Benutzergruppe gesammelt und strukturiert und so allen anderen Gruppen zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Neben den Schülern der SLG beschäftigen sich derzeit auch noch Schülerinnen und Schüler der IES La Manola, der spanischen Partnerschule der SLG, mit den gleichen Fragen – die Ergebnisse sollen dann später ebenfalls über Google Apps ausgetauscht werden: „Online-Anwendungen wie Google Apps ermöglichen uns einen einfachen Austausch von Aufgaben und Ergebnissen, sowohl zwischen Schule und heimischen Arbeitsplatz, vor allem aber auch über die Landesgrenzen hinaus. Für internationale Projekte ist das eine gute Hilfe, um ohne großen Zeitverlust Ergebnisse vergleichen zu können und sich mit seinen Partnern auszutauschen. Das fördert den internationalen Austausch der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen inhaltsorientiert wie zwanglos“, erklärt Jonas.
Projektergebnisse (PDF / gekürzt u. teilw. anonymisiert)
Während dieses Projektes gewannen die Schülerinnen und Schüler interessante Erkenntnisse, z.B. dass sie alle zusammen jährlich (mit verschiedenen Verkehrsmitteln) rund 700.361 Kilometer als Schulweg zurücklegen und dabei insgesamt ca. 28 Tonnen CO2 (ca. 14.400.000 Liter = ca. 1.300.000 Luftballonfüllungen) produzieren. “Um zumindest einen Teil dieser Emissionen einmal zu visualisieren, haben wir in der Klasse 1.500 Ballons mit jeweils rund 11 Litern Inhalt aufgepustet. So kamen rund 16.500 Liter zusammen, was in etwa der CO2-Produktion eines Schülers in ca. 50 Tagen entspricht“, erklärt Jonas. „Wie die Schüler anhand der Stromrechnungen herausfanden, produziert unsere Schule neben dem CO2 aus Heizung und Strom aber auch einen weiteren gefährlichen Abfallstoff: Etwa 250 Gramm radioaktiver Abfall fallen hier jährlich an“, so Jonas weiter. „Wo tut man das eigentlich hin?“, fragte Schülerin Isabell Göbler in einer Unterrichtsstunde und informierte sich anschließend zur offenen Endlagerfrage im Internet. Während dessen verfassten die Schülerinnen Sarah Sewert, Miriam Teubler und Lara Sadowski im Namen der Klasse 8a einen Brief an Herrn Bürgermeister Michael Sarach, in dem sie darum baten, die Schule doch auf Ökostrom umzustellen, auch wenn das ein wenig teurer wäre - ca. 3 bis 5 Cent pro kW/h mehr, wie Malte Rumpf heraus fand. Dieser Brief wurde am 11. Mai 2011 im Rathaus an Herrn Sarach übergeben, welcher zusagte, eine Umstellung auf Ökostrom zu prüfen. „Und auch die 14 Kühlschränke in der Schule, könnten mal ausgetauscht werden, da gibt es energiesparendere“, ergänzte Schüler Jan Richter. „Insgesamt kommen wir als Schule auf etwa 154 Tonnen CO2-Ausstoß jedes Jahr, das sind rund 7.140.000 Luftballonfüllungen. Dafür müssten wir fast 600 Tage rund um die Uhr pumpen“, fasst Jonas die Gruppenergebnisse zusammen. Pro Schüler und Jahr sind das rund 220 kg CO2. Eine weitere Aktion der Klasse war die Verteilung von hunderten Luftballons auf dem Ahrensburger Markt am 11. Mai 2011. Diese Ballons waren mit einem Anhänger versehen, der über den CO2-Ausstoß von Autos informiert, und auch die Lehrerautos wurden am 10. Mai 2011 entsprechend „dekoriert“:
In diesem Ballon stecken 0,2 Kilometer Autofahrt. Ein durchschnittliches Auto produziert pro Kilometer ca. 120 g CO2, das entspricht ca. 60 Litern CO2. Dieser Ballon fasst ca. 11 Liter, also die Menge an CO2, welche ein Auto auf einer Strecke von ca. 200 Metern produziert. Dies ist eine Information der Klasse 8a der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule Ahrensburg: www.slg-ahrensburg.de
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So wollte die Klasse möglichst viele Ahrensburger noch einmal anregen, vor allem im Nahverkehr über Alternativen zum Autofahren nachzudenken. „Neben den inhaltlichen Erkenntnissen konnten die Schüler auch erste Einblicke in das Erheben, Sammeln und Auswerten von Daten gewinnen und damit ansatzweise wissenschaftspropädeutisch arbeiten. Dabei kamen sowohl Fragebögen wie auch „Feldarbeit“ zum Einsatz, was für die Schüler ein hohes Maß an Aktualität und Lebensweltbezug dieses Projektes bedeutete und entsprechend motivierend war“, resümiert Jonas. Einige Ergebnisse dieser Aktion werden in Kürze hier auf der Schulhomepage nachzulesen sein. Darüber hinaus beteiligte sich die Klasse mit dieser Aktion an dem paneuropäischen Schulwettbewerb U4Energy (www.U4energy.eu), welcher von der EU und weiteren europäischen Staaten ausgerichtet wird und am 16.05.2011 endet. Etwa 1.300 Schulen aus fast ganz Europa nehmen an diesem Wettbewerb, welcher unter der Schirmherrschaft von Günther Oettinger steht, teil.
Reaktionen von Presse und Bürgermeister
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